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Katrin Burow

Kärnten IRONMAN Austria

Ironman · 2009 · 05.07.2009

05.07.20099. Platz Profi-Frauen auf der IRONMAN-Distanz10:21:20 Std.

Ergebnis

Strecke:

  • 3,8 km Schwimmen
  • 180 km Rad
  • 42,195 km Lauf

Gesamtzeit: 10:21:20 Std.

Reportage

Kärnten IRONMAN Austria in Klagenfurt

05.07.2009

Endlich war es soweit - der Tag meines 1. IRONMAN als Profi war gekommen. Ich fühlte mich topfit und freute mich sehr auf den Wettkampf. Die Zeit bis zum Start verging dann auch wie im Fluge und pünktlich um 7:00 Uhr fiel der Startschuss für die insgesamt 2.300 Teilnehmer.

Nach 1:02:19 Std. verließ ich das Wasser - fast eine halbe Minute schneller als im letzten Jahr, obwohl die Strecke diesmal etwas länger war. Nach einem schnellen Wechsel ging es auf die 180 km lange Radstrecke. Auf dem Rad kam ich richtig gut voran und konnte mit einem Durchschnittstempo von 37 km/h in der 1. Runde mehrere Frauen vor mir wieder einholen. Zeitweise fuhr ich sogar schneller als die Frauen an der Spitze.

Auf der 2. Runde bekam ich dann leider Magenprobleme, verursacht durch das "neue Sportgetränk" von Infinit, welches überhaupt nicht auf die Bedürfnisse von Sportlern bei Extrembelastungen abgestimmt war. Aufgrund der großen Hitze hatte ich ständig Durst und dadurch anscheinend zu viel von dem hochkonzentrierten, extrem kohlenhydratreichen Getränk getrunken. Das konnte mein Magen bei der hohen Belastung nicht mehr verarbeiten und ich konnte so keine weitere Nahrung mehr zu mir nehmen, da alles gleich wieder herauskam. Leider gab es im Vorfeld des Wettkampfes nirgendwo Infos über die tatsächliche Zusammensetzung dieses "neuen Getränkes".

Da ich bisher immer alle anderen isotonischen Sportgetränke problemlos vertragen und noch nie Magenprobleme während eines Wettkampfes hatte, machte ich mir zunächst keine Gedanken darüber und dachte, dass es vielleicht an der hohen Belastung und der Hitze liegt. Mit Wasser und Cola konnte ich meinen Magen wieder etwas beruhigen, verlor aber sehr viel Zeit auf den letzten Radkilometern, da ich mit aufgeblähtem Bauch kaum noch in der Aeroposition fahren konnte.

Das Laufen ging überraschenderweise wieder richtig gut, die Beine waren locker und mein Magen hatte sich beruhigt. Das schwül-heiße Wetter störte mich kaum und ich konnte problemlos ein Durchschnittstempo von deutlich unter 5 Minuten pro Kilometer gleichmäßig laufen. Um den Magen nicht weiter zu reizen, verzichtete ich diesmal auf Gels und das "Sportgetränk" und nahm nur noch Cola und Wasser zu mir. Bis zum Kilometer 25 kam ich richtig gut voran, bis ich plötzlich starken Durchfall bekam - und weit und breit war kein Toilettenhäuschen in Sicht... Ständig musste ich anhalten und nach geeigneten Stellen Ausschau halten. Das kostete wertvolle Zeit. Ab Kilometer 30 war an Laufen nicht mehr zu denken - bei jeder Erschütterung ging sofort alles durch. Nach 6 km im Wanderschritt war dann alles raus und ich konnte, zunächst sehr vorsichtig und mit Gehpausen an den Verpflegungsstellen, wieder weiterlaufen.

Auf den letzten Kilometern erreichte ich sogar fast wieder mein Anfangstempo und auch die Beine fühlten sich die ganze Zeit erstaunlich locker an. Beim Überqueren der Ziellinie nach 10:21:20 Std. als 9. Profi-Frau freute ich mich zunächst darüber, überhaupt angekommen zu sein und trotz aller Widrigkeiten nicht aufgegeben zu haben. Dennoch war ich im gleichen Moment auch etwas traurig, da ohne die Magenprobleme und den Durchfall heute sicher sehr viel mehr möglich gewesen wäre...

Fotos 4 Bilder

Katrin Burow beim Kärnten IRONMAN Austria in Klagenfurt 2009
Katrin Burow beim Kärnten IRONMAN Austria in Klagenfurt 2009
Training auf der IRONMAN-Radstrecke
Training auf der IRONMAN-Radstrecke
Marathon mit schnellen Beinen
Marathon mit schnellen Beinen
Katrin Burow beim Kärnten IRONMAN Austria in Klagenfurt 2009
Katrin Burow beim Kärnten IRONMAN Austria in Klagenfurt 2009