IRONMAN Regensburg
01.08.2010
Kurzfristig bot sich für mich noch die Möglichkeit, am IRONMAN Regensburg teilzunehmen. Der Wettkampf in Frankfurt vor 4 Wochen war für mich aufgrund der extremen Hitze und des starken Pollenfluges nicht optimal verlaufen und für den Wettkampftag in Regensburg wurde deutlich kühleres Wetter vorhergesagt. Ich hatte mich schon wieder gut erholt und wollte mir diese Chance nicht entgehen lassen. Immerhin war es für mich auch ein kleines Abenteuer, innerhalb von nur 4 Wochen bei einem 2. IRONMAN zu starten.
Beim Schwimmen kam ich trotz des großen Startgedränges gut voran und konnte nach 1:04:19 Std. für die ausgeschriebenen 3,8 km (die Strecke war tatsächlich wohl ca. 200 m länger…) das Wasser verlassen. Aber wo waren die von den Wetterfröschen versprochenen Wolken? Bereits beim Aufsteigen auf das Rad gab es strahlend blauen Himmel und die Sonne brutzelte schon kräftig.
Die 180 km lange Radstrecke hatte es dann echt in sich: Nach 10 km „Einrollen“ ging es für die nächsten 15 km nur noch bergauf. Die restlichen 55 km der Runde bestanden aus einer rasanten, kurvigen Abfahrt und einem flach-welligen Abschnitt mit starkem Gegenwind, der keine schnellen Radzeiten zuließ. Dieser anspruchsvolle Rundkurs war 2x zu durchfahren, bevor man die letzten 20 km ins Zentrum von Regensburg fahren und das Rad in der Wechselzone abstellen konnte. Der Wind frischte in der 2. Runde sogar nochmal auf und auf den letzten 40 Kilometern musste ich nochmal richtig „beißen“. Nach 5:24:11 Std. war ich froh, endlich vom Rad steigen zu können und freute mich schon auf das Laufen durch das Regensburger Stadtzentrum.
Die Sonne hatte die Luft inzwischen weiter kräftig aufgeheizt und die Temperaturen waren auf über 30°C angestiegen. Also wieder eine Hitzeschlacht… Meine Beine fühlten sich beim Laufen noch gut an, wenn es doch nur etwas kühler gewesen wäre… Aber keine einzige Wolke war am Himmel zu sehen. Auf meinem Kopf hätte man Spiegeleier braten können… Alle 2 Kilometer gab es Verpflegungsstationen, wo ich mir neben dem so wichtigen Essen und Trinken auch jedes Mal mindestens 6 Becher Wasser über den Kopf kippen musste, um wenigstens etwas Abkühlung zu bekommen. Leider verlor ich dabei zu viel Zeit, so dass für mich an diesem Tag keine schnellere Zeit als 3:58:42 Std. für den abschließenden Marathon möglich war.
Nach 10:32:27 Std. konnte ich als 8. Profi-Frau endlich die Ziellinie überqueren. Es war zwar nicht die von mir erhoffte Zeit, aber immerhin schneller als in Frankfurt vor 4 Wochen und das bei erneut extremen Streckenverhältnissen und Wetterbedingungen. In den kommenden Monaten werde ich also unbedingt meine Hitzeverträglichkeit verbessern müssen, um auch bei solch extremen Bedingungen schneller ins Ziel zu kommen. Vielleicht gibt es ja auch zur Abwechslung im nächsten Jahr mal einen kühleren Sommer…





