Gesamtsiegerin beim Quintuple Ultra Triathlon in Bad Blumau
16.07.2019
Ein hart erkämpfter Sieg für mich beim Quintuple Ultra Triathlon in Bad Blumau in Österreich über die 5-fache IRONMAN-Distanz. Bei schwierigen äußeren Bedingungen und mehreren Problemen unterwegs musste ich am Ende weit über meine Schmerzgrenze hinaus gehen, um am 16. Juli 2019 nach 19 km Schwimmen, 900 km Radfahren und 211 km Laufen die Ziellinie als Gesamtsiegerin aller Frauen zu überqueren.
19 km Schwimmen
Das Schwimmen im Rogner Bad Blumau ist immer wieder ein schönes Erlebnis. In sehr gleichmäßigem Tempo schwamm ich jede der insgesamt 760 Bahnen.
Nach 5:45 Stunden hatte ich es geschafft und war nach dem schnellsten Wechsel aller Teilnehmer als erste auf der Radstrecke.
900 km Radfahren
Auf den ersten 300 km lag ich in Gesamt-Führung. Wechselhaftes Wetter mit mehreren heftigen Regengüssen und nasskalten Nächten zehrten jedoch sehr an den Kräften.
Leider kam dann nach 700 km noch ein steifer Nacken hinzu. Ich konnte meinen Kopf kaum aufrecht halten und keine Aeroposition mehr fahren. Mehrere Massage- und Schlafpausen waren nun notwendig und kosteten viel Zeit.
Die letzten Runden waren scheinbar endlos und ich war froh, nach 44 Stunden Radfahren endlich zum Laufen wechseln zu können. Trotz aller Probleme unterwegs lag ich immer noch auf dem 4. Platz in der Gesamtwertung, als es auf die 211 km lange Laufstrecke für mich ging.
211 km Laufen
Das Laufen war wie eine Befreiung für mich, endlich kein schmerzender Nacken mehr. Die ersten 75 km liefen wieder richtig gut. Leider wurde es dann meinem linken Oberschenkel zu viel und ich musste mein Lauftempo drosseln, um ihn nicht zu stark zu überlasten.
Später bildeten sich dann sehr schmerzhafte Blasen an beiden Füßen und machten jeden Schritt zur Qual. Auch die Waden waren irgendwann überlastet und mussten regelmäßig massiert und gekühlt werden.
Da ich die Hälfte der Laufstrecke jedoch fast geschafft hatte, war Aufgeben für mich keine Option. Zu weit war ich schon vorangekommen und ich wollte unbedingt den Zieleinlauf meines ersten 5-fach Ultratriathlons erleben.
Zum Glück hatte ich ein starkes Supporter-Team an meiner Seite, das mich auf jedem meiner vielen schmerzhaften Schritte bis ins Ziel begleitete. Besonderen Dank an dieser Stelle an meinen Mann Falk, meine Tochter Sylvia, meine Schwiegereltern und die vielen Fans in meiner WhatsApp-Gruppe, die mich auf meinem Abenteuer begleitet und mir immer wieder Mut zugesprochen haben.
Geschafft und glücklich im Ziel
So war meine Motivation, ins Ziel zu laufen, ungebrochen, auch wenn die letzten Runden extrem schmerzhaft waren. Nach 122 Stunden, etwas länger als geplant, hatte ich den insgesamt 1.130 km langen Triathlon geschafft.
Ich bin sehr froh, niemals aufgegeben zu haben. Dass es am Ende sogar noch zum Gesamtsieg aller Frauen gereicht hat, macht mich glücklich. Danke an alle, die mich unterwegs an der Strecke unterstützt oder mir von zu Hause aus die Daumen gedrückt haben.

























